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10.01.26

Blogbild Teiletypgenehmigung

TTG vom KBA: Was die neue Teiletypgenehmigung für Motorradfahrer bedeutet

TTG vom KBA: Was bedeutet die Teiletypgenehmigung für Motorrad-Zubehör?

Wer sein Motorrad individualisiert, kommt früher oder später mit Begriffen wie ABE, TÜV-Teilegutachten oder Eintragungspflicht in Kontakt. Seit einiger Zeit taucht nun immer häufiger ein neuer Begriff auf: TTG – die Teiletypgenehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). Doch was steckt dahinter, warum ersetzt sie zunehmend das klassische Teilegutachten und was bedeutet das konkret für dich als Motorradfahrer?

Was ist eine TTG (Teiletypgenehmigung)?

Die TTG ist eine nationale Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) für bestimmte Fahrzeug- und Anbauteile. Sie bestätigt, dass ein Bauteil die gesetzlichen Anforderungen erfüllt und an den im Dokument aufgeführten Fahrzeugtypen verwendet werden darf.

In vielen Fällen übernimmt die TTG heute genau die Rolle, die früher ein TÜV-Teilegutachten hatte. Der entscheidende Unterschied: Die Genehmigung wird nicht mehr nur durch einen Technischen Dienst erstellt, sondern direkt durch das KBA erteilt und überwacht.

Warum ersetzt die TTG zunehmend das TÜV-Teilegutachten?

Für neue prüfpflichtige Fahrzeugteile dürfen Technische Dienste künftig keine klassischen Teilegutachten mehr ausstellen. Stattdessen erfolgt die Genehmigung über die Teiletypgenehmigung beim KBA.

Für Hersteller und Händler bedeutet das mehr Transparenz und eine einheitliche Genehmigungsstruktur. Für Motorradfahrer heißt es vor allem: Rechtssicherheit für neue Zubehörteile.

Die TTG ist kein Nachteil für Fahrer – sie ist die logische Weiterentwicklung der bisherigen Genehmigungssysteme.

Eintragungspflicht: Muss ein TTG-Teil eingetragen werden?

Ob ein Bauteil mit TTG eingetragen werden muss, hängt nicht allein von der TTG selbst, sondern von den Auflagen im jeweiligen Genehmigungsdokument ab.

Typische Fälle in der Praxis

  • TTG / ABE ohne zusätzliche Auflagen:
    In vielen Fällen genügt es, die Genehmigungsunterlagen mitzuführen und die Montagevorgaben einzuhalten.
  • TTG mit Auflagen:
    Je nach Bauteil kann eine zusätzliche Abnahme oder Eintragung notwendig sein, etwa wenn bestimmte Bedingungen erfüllt oder geprüft werden müssen.
  • Ohne Genehmigung:
    Dann bleibt meist nur eine Einzelabnahme, was deutlich aufwendiger ist.

Entscheidend ist immer: Was steht konkret in der TTG bzw. den mitgelieferten Unterlagen?

Was gilt für bestehende Eintragungen und alte Teilegutachten?

Gute Nachrichten für alle, die ihr Bike bereits umgebaut haben:

  • Bereits ordnungsgemäß eingetragene Umbauten bleiben weiterhin gültig.
  • Teile mit bestehender ABE können weiterhin wie gewohnt genutzt werden.
  • Es besteht keine Pflicht, alte Eintragungen nachträglich auf TTG umzustellen.

Die TTG betrifft in erster Linie neue Produkte und neue Genehmigungen.

Was bedeutet das konkret für Motorrad Burchard?

Damit unsere prüfpflichtigen Bauteile auch in Zukunft legal, eintragungsfähig und problemlos nutzbar bleiben, stellen wir die entsprechenden Produkte schrittweise von bestehenden TÜV-Teilegutachten auf die neue TTG-Genehmigung um.

Das betrifft insbesondere Komponenten unserer Eigenmarken Burchard Excellence und Highway Hawk, bei denen wir großen Wert auf Passgenauigkeit, Qualität und rechtliche Sicherheit legen.

Fazit: TTG bringt Klarheit und Zukunftssicherheit

Die TTG (Teiletypgenehmigung) ist kein bürokratisches Hindernis, sondern ein moderner Standard für Motorrad-Zubehör. Sie sorgt für klare Zuständigkeiten, einheitliche Prüfungen und langfristige Rechtssicherheit – für Hersteller, Händler und vor allem für dich als Fahrer.

Wenn Sie unsicher sind, welche Genehmigung für ein bestimmtes Teil gilt oder ob eine Eintragung notwendig ist, finden Sie die relevanten Hinweise direkt in der Produktbeschreibung oder in den beiliegenden Unterlagen.